Villa Pepita & Titina

KIRCHE IM NEUNDORF

Kirche im Neundorf – Nowa Wieś

Kleines Vorgebirgsdorf lokalisiert in einem Gebirgstal, am westlichen Fuss des Massivs des Grossen Schneeberges. Im Orte sind viele Wohn – und Wirtschaftshäuser typisch für die volkstümliche Baukunst des Glatzer Landes im XIX-ten Jh erhalten. Neben dem Dorf die Ruine eines grossen Renaissance – Herrenhauses aus dem Jahre 1585. Eine zierde des Dorfes ist die ansehnliche, barocke Kirche zur Himmelfahrt Marias aus dem XVIII-ten Jh, die einen unerwarteten Zusammenhang mit der Geschichte Frankreichs hat. Im Jahre 1890 wurde in Paris eine Austellung von Andenken der französischen Königin Marie Antoinette veranstaltet, wo u.a. ein Schleier aus Brabanten Spitzen (3 m lang u. 33 cm breit) zur Schau gestellt wurde.

 

Die Königin sollte diesen Schleier Ihrem Beichter, dem Pater de l’Orme schenken, als er sie auf dem letzten Weg zum Schafott begleitet hat. Im Jahre1805 ist der Schleier im Besitz von Johannes Strobach, Augustiner aus dem Kloster in Breslau. Nach der Aufhebung des Klosters und der Wechslung von vielen Besitzern fand sich der Schleier in den Händen von den ehemaligen Augustiner Dominikus Jaschke. Dieser war häufig zu Gast bei seiner Schwester in Neundorf. Nach seinem Tode wurde der Schleier in der dortigen Kirche aufbewahrt, wo er zu einer grossen touristischen Attraktion wurde. Nach dem II-ten Weltkrieg ist der Schleier in unklaren Umständen nach Westdeutschland getroffen. Heute befindet er sich in Telgte bei Münster.